Matschprojekt

In den Winterferien 2014 haben wir unser diesjähriges Matschprojekt durchgeführt.  Dieses ist ein sinnvoller Therapiebaustein in der Arbeit mit Kindern in der Logopädie. Dabei spielt vorallem die Körperwahrnehmung eine wichtige Rolle. Was genau das bedeutet können Sie über das Matschprojekt im Februar 2013 nachlesen.

Matschprojekt 2013: In dieser Zeit haben die Kinder nicht nur viel Spaß gehabt, sondern auch wertvolle Informationen über die Nutzung ihrer Muskeln und Gelenke auf unsicherem Terrain gesammelt. Sie haben es geschafft, ihre Kraft optimal zu dosieren, um möglichst schnell wieder eine sichere Position zu erlangen, wenn sie durch das Rutschen aus dem Gleichgewicht gebracht wurden.

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Was hat das alles mit Sprache zu tun?

Um sprechen zu können müssen wir nicht nur die Atmung steuern. Viele kleine Muskeln, Sehnen und Gelenke brauchen Informationen und Training damit es zu einer Ausführung der Sprache kommt. Alles passiert im Einklang mit dem Gleichgewicht, mit dem Gespür für die richtige Bewegung und dem (Nach-) Spüren an sich. Das Kind hat also ganz spielerisch seinem Körper viele Erfahrungen vermittelt. Diese bewirken wiederum eine erhöhte Selbstorganisation in einzelnen Handlungsschritten. Es hat Großartiges geleistet. Zudem steigert der Spaßeffekt seine Motivation und das Selbstvertrauen.

Viele Kinder hatten die Gelegenheit in Gruppen zu arbeiten. Dabei konnten wir tolle Sozialkompetenzen und Kommunikationsstrategien beobachten. Sich gegenseitig motivieren, anspornen, Kontakte knüpfen und Berührungsängste verringern, Absprachen treffen, Regeln einhalten, Abwarten können, sich helfen und gemeinsames Rutschen sind nur einige davon.

Natürlich haben wir als Therapeuten viele kleine sprechförderliche Sequenzen eingebaut und Bereiche wie Wortschatz, Grammatik und einige Lautstimulationen angeregt. Die Begeisterung und das Leuchten in den Augen der Kinder werden uns noch lange in Erinnerung bleiben, es war uns allen eine große Freude.